Nicht nur in Corona-Zeiten

Hexen, Felsen, mystische Orte und der größte deutsche Canyon nördlich der Alpen – das ist der Harz, das höchste norddeutsche Mittelgebirge. Es gibt viel zu entdecken! Im Jahr 2020 kommt es dank Corona leider zu einigen Einschränkungen. Dennoch verspricht der Harz einen tollen Urlaub – und zwar das ganze Jahr über.

Eine Wanderung durch das Bodetal

Das Bodetal ist eine tiefe Schlucht bei Thale. Ein etwa 10 Kilometer langer Wanderweg führt hindurch. Unser Tipp: Nimm den Burg von Thale nach Treseburg und wandere über den Bodekessel und die Gastwirtschaft Königsruh zurück. Es erwarten dich ein herrlicher Weg entlang der kühlen Bode sowie fantastische Ausblicke auf den größten Norddeutschen Canyon. Hexentanzplatz und vor allem die Rosstrappe sind weitere Highlights über dem Tal. Mehr lesen: Wandern im Bodetal – die schönste Tour im Harz

Die Titan Hängebrücke über die Rappbodetalsperre

Ein Highlight, allerdings massiv überlaufen: die Hängebrücke „Titan-RT“ spannt sich mit sagenhaften 458,5 Metern Gesamtlänge über die Rappbodetalsperre. Da 2020 wegen Corona die Öffnungszeiten unverständlicherweise auf 9 – 18 Uhr eingeschränkt wurden, ist das Gedränge umso größer. Da es nur wenige Parkplätze gibt, ist es empfehlenswert, entweder direkt früh um 9 oder am Abend zu kommen.

Die Teufelsmauer

Ein Highlight völlig ohne Einschränkungen ist die Teufelsmauer mit ihren faszinierenden Felsformationen. Dieser natürlich entstandene Sandsteinkamm verläuft über etwa 20 Kilometer von Ballenstedt bis Blankenburg. Besondere Highlights sind die Gegensteine bei Ballenstedt, der Mauerabschnitt bei Weddersleben sowie der Kammweg zwischen dem Hamburger Wappen und dem Großvaterfelsen bei Blankenburg – abenteuerliche Kletterpartien inklusive. Dazu soll die Teufelsmauer auch Teil eines mysteriösen, versunkenen Heiligtums sein …

Eine Fahrt auf den Brocken mit dem Dampfzug

Die Harzer Schmalspurbahn wird (teilweise) noch mit Dampf betrieben und bringt dich bis auf den Brocken. Entsprechende Zeit solltest du dafür einplanen – und 2020 leider auch daran denken, während der Fahrt eine Maske zu tragen. Dennoch ein absolutes Highlight. Faszinierend ist auch eine Fahrt durch das ursprüngliche grüne und kühle Selketal.

UNESCO-Weltkulturerbe Quedlinburg

Nicht mehr ganz im Harz, aber auf alle Fälle sehenswert, ist das malerische Quedlinburg mit Domschatz und über 2000 Fachwerkhäusern. Hier jagt ein Highlight das nächste. Aufgrund von Bauarbeiten kann das Schlossmuseum nicht besichtigt werden, der Dom ist allerdings geöffnet. Achtung: aufgrund von Corona sind allerdings (völlig unverständlicherweise) viele öffentliche Toiletten geschlossen. Auf dem gesamten Schlossberg gibt es deswegen nur die Möglichkeit, in die Gastwirtschaft Schloßkrug am Dom zu gehen, und die ist nur Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 20 Uhr geöffnet.

Neben Quedlinburg selbst sind auch die Ortsteile Bad Suderode mit dem Preußenturm und seinem Kurpark sowie Gernrode mit der Stiftskirche St. Cyriakus absolute Highlights. Dazu bieten sie gute und eher naturnahe geprägte Unterkünfte.

Die Burgruine Regenstein bei Blankenburg

Ein besonderes Highlight ist zudem die Burgruine Regenstein. Faszinierend ist der sagenumwobene alte Burgberg mit seinen zahlreichen Höhlungen. Das weitläufige Gelände bietet tolle Ausblicke bis hinüber zum Brocken. Dazu lassen sich alte Sandsteinhöhlen unterhalb der Burganlage erkunden – ein faszinierender Ort für jung und alt.

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