Der Moritzberg gilt als Nürnberger Hausberg. Der markante, 603 Meter hohe Zeugenberg in der Fränkischen Alb bei Lauf an der Pegnitz ist ein beliebtes Wanderziel der Region. Auf dem Gipfel befinden sich eine Wirtschaft, die St. Mauritius-Kapelle aus dem 15. Jahrhundert sowie der Aussichtsturm Moritzbergturm. Bekannt ist der Berg außerdem durch den Flugzeugabsturz von 1936.

Der Moritzbergturm – Preise und Öffnungszeiten

Der Aussichtsturm ist nur an Sonntagen geöffnet. Der Eintritt kostet 2 € für Erwachsene. Vom bewaldeten Gipfel ist keine Fernsicht möglich. Einen tollen Blick auf Nürnberg aus hast du oberhalb von Haimendorf beim Aufstieg auf den Moritzberg, bevor der Weg in den Wald führt.

Der Berggasthof Moritzberg

Die Wirtschaft auf dem Moritzberg kann gerade an Wochenenden sehr gut besucht sein, was lange Wartezeiten zur Folge haben kann.

Öffnungszeiten:
Di, Mi, Do: 10.00 bis ca. 20.00 Uhr
Fr, Sa: 10.00 bis ca. 21.00 Uhr
So: 10.00 bis 18.00 Uhr

Die Hüttenbachschlucht mit dem Klingenden Wasserfall

Besonders im Winter wird dazu die am Fuße des berges bei Haimendorf gelegene Hüttenbachschlucht mit dem Klingenden Wasserfall. Nach mehreren Frosttagen entwickelt sich ein mächtiger Eiszapfenvorhang mit meterbreiten Eiskaskaden, hinter denen der Hüttenbach rauscht und plätschert, dann wird das Wasser seinem klingenden Namen gerecht.

Parkmöglichkeiten

Um auf den Moritzberg zu wandern, kannst du beispielsweise in Haimendorf oder auf dem Wanderparkplatz Schönberg. Die dem Berggasthof nächstgelegene Parkmöglichkeit ist der Moritzberg Parkplatz, von dem aus eine Teerstraße in ca. 15 Minuten auf den Gipfel führt.

Anfahrt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln

Eine etwa 14 Kilometer lange Wanderung führt von der Bahnstation Röthenbach Seespitze am Waldgasthof Letten und dem klingenden Wasserfall vorbei auf den Gipfel des Moritzberges. Der Abstieg kann über die Weiler Rockenbrunn, Grüne Au und Himmelgarten erfolgen.

Die Besiedlungsgeschichte des Moritzberg

Der plateauförmige Gipfel des Berges wurde schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Davon zeugen zahlreiche Funde wie keramische Bruchstücke, Steingeräte sowie einem Spiralring aus Bronzedraht. Die ältesten am Moritzberg gefundenen Keramikscherben sind der mittleren Bronzezeit (Hügelgräberbronzezeit) zuzuordnen. Die erste kurzzeitige Besiedlung fand während der frühen Mittelsteinzeit (Mesolithikum) statt, diese befand sich am Sattel zum sich nach Osten anschließenden 538,9 m hohen Reuther Berg. Aus der Jungsteinzeit (Neolithikum) und aus der Bronzezeit liegen nur wenige Funde vor. Die überwiegende Anzahl der vorgeschichtlichen Funde stammen aus der späten Bronzezeit. Es wird vermutet, dass die Höhensiedlung befestigt war. Weitere Besiedlungen folgten in der Urnenfelderzeit sowie im Zeitraum zwischen später Hallstattzeit und früher Latènezeit.

Im Mittelalter erfolgte der Abbau von Kalkstein und Eisenerz. 1419 wurde eine dem heiligen Mauritius geweihte Bergkapelle errichtet. Während des 17. und 18. Jahrhunderts wurde auf dem Gipfelplateau des Berges ein Bruderschaftshaus errichtet, das zeitweise als Unterkunft eines Einsiedlers diente. Heute wird dieses teilweise als Fachwerkhaus ausgeführte Gebäude als Gastwirtschaft genutzt.
Aufgrund der exponierten Lage des Berges soll der bayerische König Ludwig I. im Jahre 1841 beabsichtigt haben, auf dem Moritzberg entweder die später bei Kelheim errichtete Befreiungshalle oder aber eine Walhalla zu errichten. Diese Pläne wurden jedoch nie verwirklicht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam es zur Realisierung eines größeren Bauvorhabens. Ab 1910 wurde der Aussichtsturm Moritzbergturm – errichtet. Die ursprünglich konzipierte Ausbauhöhe des Turmes konnte allerdings nicht realisiert werden, weil die hauptsächlich aus Geldspenden aufgebrachten Finanzmittel dafür nicht mehr ausreichten.

Der Flugzeugabsturz von 1936

Am 17. November 1936 stürzte eine Passagiermaschine am Nordhang des Moritzberges ab. Trotz der harten Landung überlebten der Bordfunker und 14 der 16 Passagiere, wenn auch mit teils schweren Verletzungen. Der Abtransport der Verletzten gestaltete sich aufgrund der ungünstigen Boden- und Wetterverhältnisse schwierig. Die Verunglückten mussten einzeln zu einem nahe gelegenen Feldweg getragen werden. Eine Woche lang dauerten die Aufräumarbeiten an.

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