Der Ohridsee in Mazedonien


st. jovan kaneo kirche ohrid mazedonienDer Ohrid-See ist ein wahrer Geheimtipp. Er ist der größte See Mazedoniens und in den ehemaligen Staaten Jugoslawiens ein beliebtes Reiseziel. Europaweit ist der See noch nicht so bekannt – hat aber das Zeug dazu, bald ein Publikumsmagnet zu werden. Es gibt viel zu sehen – beispielsweise das bezaubernde Städtchen Ohrid mit seinen weiß getünchten Häusern, die Kirche St. Jovan Kaneo sowie das Kloster Sveti Naum. Seit 1980 sind der Ohrid-See und Ohrid selbst Teil des UNESCO Welterbes.

Gastfreundliches Ohrid

Die Altstadt Ohrids besticht durch die malerische Lage auf einem Hügel. Besondere Highlights sind der Blick der alten Festungsanlage Kale sowie  die malerisch gelegene kleine Kirche St. Johannes Kaneo. Von hier aus bietet sich ein herrlicher Blick auf den gesamten Ohridsee. Weitere Kirchen sind die alte Sveti Sofia, die unter der osmanischen Herrschaft in eine Moschee umgewandelt wurde sowie die Kirche St. Pantasileon. Nahe der Kirche wurde eine alte Basilika ausgegraben, von der noch einige Mosaike erhalten geblieben sind.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Bademöglichkeiten, sodass einem Sommerurlaub mit Badeurlaub und Sightseeing nichts im Wege steht. Jedes Jahr kommen mehr Touristen aus Europa, aber auch aus Asien.

Ohrid See – praktische Informationen

Viele Mazedonier sprechen und verstehen Englisch – so ist es gut möglich, sich zu verständigen und nicht schwieriger als beispielsweise auf Malta oder den Kanaren. Die Mazedonier freuen sich darüber hinaus auch ganz besonders über Besucher aus Deutschland und sind sehr gastfreundlich. Es gibt vor allem in Ohrid zahlreiche Unterkünfte. Besonders im Sommer und an Feiertagen wie dem 1. Mai ist eine Reservierung sinnvoll, da die Mazedonier hier natürlich auch gerne Urlaub machen. Weitere Unterkünfte gibt es in Struga sowie den weiteren Orten am Ohrid See. Ohrid verfügt über einen eigenen Flughafen. Ansonsten dauert die Anreise mit dem Auto etwa 2 Stunden 30 von Skopje aus. Zusätzlich verkehren regelmäßig Busse. Wer es beschualicher mag als im oft überfüllten Ohrid, kann einen Ausflug zum Prespa See machen. Dieser ist jedoch touristisch kaum erschlossen, auch wenn es herrliche Strände gibt. Es empfielt sich deswegen, Essen, trinken und Sitzgelegenheiten selbst mitzunehmen.

Der Ohrid-See – Highlight für die Wissenschaft

Der Ohrid See ist darüber hinaus auch für Wissenschaftler höchst interessant. Der See gehört zu den Ältesten weltweit – er entstand wohl schon vor etwa 5 Millionen Jahren. Da der See keine nennenswerten Zuflüsse hat, konnte sich hier eine ganz besondere Flora und Fauna entwickeln. Viele der in Europas Seen typischen Fischarten fehlen – dafür gibt es beispielsweise die Ohrid-Forelle, die nur in diesem See heimisch ist. Es besteht eine unterirdische Verbindung vom Ohrid See zum 200 Meter höher gelegenen Prespa See. Die beiden Seen wird durch das Galičica Gebirge voneinander getrennt. Es lohnt sich, in den Galičica National Park auf die Passhöhe zu fahren. Von hier aus bieten sich jeweils herrliche Blicke auf Ohrid und Prespa See.

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