Zwischen Basaltkegeln, Höhlen und vergessenen Kultstätten
Die Oberpfalz ist eine Landschaft der stillen Intensität. Ihre Kraft liegt nicht im Dramatischen, sondern im Erdgeschichtlichen: im Jurakalk, im Basalt, im Granit, im Wasser, das sich seinen Weg durch Felsen bahnt. Hier treffen vulkanische Vergangenheit, keltische Spuren und mittelalterliche Burgen aufeinander. Wer sich bewusst auf diese Orte einlässt, spürt schnell: Stein speichert Zeit.

Velburg – Höhle, Schwammerl, Burg und Hohlloch
Rund um Velburg im Oberpfälzer Jura konzentrieren sich mehrere markante Kraftplätze.
König-Otto-Tropfsteinhöhle (Velburg, Bayern, Deutschland)
Die König-Otto-Tropfsteinhöhle ist ein Ort der Tiefe. Über Jahrtausende hat kalkhaltiges Wasser hier Tropfsteine wachsen lassen – langsam, geduldig, nahezu unmerklich. Höhlen gelten seit jeher als bergende, weiblich geprägte Kraftorte: Rückzug, Dunkelheit, Ursprung. Die Atmosphäre ist kühl, still und konzentriert. Ein Ort der Innenschau.

Das „Schwammerl“
Die pilzförmige Felsformation oberhalb von Velburg wirkt fast verspielt. Wind und Verwitterung haben den Kalk geformt, bis eine scheinbar fragile Gestalt entstand. Das Schwammerl ist ein Übergangsort – ein Spiel zwischen Leichtigkeit und Schwere.
Burgruine Velburg (Velburg, Bayern, Deutschland)
Hoch über der Stadt erhebt sich die Burgruine Velburg. Strategisch gelegen, wachend, mit weitem Blick über die Jurahochfläche. Hier zeigt sich ein klassischer männlicher Kraftpunkt: erhoben, kontrollierend, ausgerichtet. Der Kontrast zur Höhle im Tal ist spürbar – Tiefe und Höhe, Rückzug und Überblick.
Hohlloch
Das natürliche Felsentor bei Velburg wirkt wie eine steinerne Schwelle. Solche Durchgänge gelten in vielen Kulturen als Übergangsorte – symbolisch für Wandlung, Neuorientierung, Perspektivwechsel. Wer hindurchgeht, erlebt ganz real den Wechsel von Licht und Schatten.
Rauher Kulm und Parkstein – Basaltkegel aus Feuer

Rauher Kulm (Neustadt am Kulm) und Parkstein sind markante Basaltkegel, entstanden durch vulkanische Aktivität vor Millionen Jahren.
Erstarrtes Magma formte Säulen und dunkle Gesteinsformationen. Diese Berge wirken aufrichtend und kraftvoll. Der Aufstieg ist steil, fordernd – ein aktiver Kraftort, der Bewegung verlangt. Oben angekommen, öffnet sich die Landschaft. Basaltorte werden oft als feurig, klar und energetisch wahrgenommen. Hier verbindet sich das Element Feuer mit der Weite der Luft.
Wer Parkstein besucht, sollte auch unbedingt dem kleinen Vulkanmuseum einen Besuch abstatten.
Rabenfels bei Auerbach – Kultstätte und Scherbengericht

Der Rabenfels (Auerbach in der Oberpfalz) gilt als mächtiger Kultplatz. Hinweise auf ein sogenanntes Scherbengericht deuten auf rituelle Handlungen hin. Die Lage ist exponiert, das Gestein massiv. Die Atmosphäre wirkt ernst und archaisch. Solche Orte tragen eine spürbare Dichte. Sie laden weniger zum Verweilen als zur Auseinandersetzung ein – mit Geschichte, mit Verantwortung, vielleicht auch mit sich selbst.
Das gebiet lädt ein zum wandern – in der Nähe befinden sich zahlreiche weitere bizarre Felsformationen wie die Steinerne Stadt oder der Parasolfelsen sowie Höhlen wie die Vogelherdgrotte oder auch die Maximiliansgrotte.
Butterfass und Teufelsbutterfass – Stein und Wasser
Im Waldnaabtal liegt das Butterfass im Waldnaabtal (Windischeschenbach, Bayern, Deutschland). Ein Felsblock, vom Wasser umspült. Hier begegnen sich Stabilität und Bewegung. Das Wasser modelliert den Stein, unterspült ihn, formt ihn weiter. Ein Ort des Ausgleichs zwischen Festigkeit und Fluss.
Nahe dem Lerautal (Leuchtenberg, Bayern, Deutschland) erhebt sich das Teufelsbutterfass – hoch aufragend, markant, beinahe trotzig. Während das Butterfass im Wasser weich und umflossen wirkt, steht sein Pendant aufrecht und dominant. Zwei unterschiedliche Ausdrucksformen desselben Gesteins.
Buchtipp: Die stärksten Kraftorte in Deutschland

Wackelstein – Balance im Ungleichgewicht
Der Wackelstein bei Altenthann (Altenthann, Bayern, Deutschland) wird als keltische Kultstätte gedeutet.
Ein großer Felsblock liegt scheinbar instabil – und doch im Gleichgewicht. Solche Steine symbolisieren das fragile Zusammenspiel von Kräften. Bewegung ist möglich, aber nichts stürzt.
In geomantischer Wahrnehmung steht dieser Ort für innere Balance, für das Ausloten von Stabilität im Wandel.
Burgruine Weißenstein im Steinwald – Überformte Felskraft

Die Burgruine Weißenstein (Pullenreuth, Bayern, Deutschland) liegt im Granit des Steinwaldes. Massive Felsblöcke tragen die Ruine. Der Granit wirkt schwer, uralt, beinahe unbeweglich. Hier wird besonders deutlich, wie menschliche Bauwerke natürliche Kraftorte überformen. Die Burg erhebt sich wehrhaft über dem Fels – doch der eigentliche Träger bleibt das Gestein. Unter Mauern und Geschichte liegt die ursprüngliche Erdenergie. Von der Ruine bietet sich ein herrlicher Blick über den Steinwald.
Kraftlandschaften nahe der Oberpfalz

Der Nußhardt im Fichtelgebirge
Unweit der Oberpfalz prägen zwei bedeutende Kraftlandschaften das Umfeld:
Das Fichtelgebirge (Bayern, Deutschland) ist von Granit dominiert – mit Blockmeeren, Hochmooren und Quellgebieten. Eine Landschaft der Ursprünglichkeit.
Mehr erfahren: Kraftplätze im Fichtelgebirge
Der Bayerische Pfahl (Bayern, Deutschland) – eine mächtige Quarzader – zieht sich wie eine steinerne Linie durch den Bayerischen Wald. Solche geologischen Strukturen werden häufig als natürliche Kraftachsen wahrgenommen.
Die Oberpfalz selbst ist ein Mosaik aus Jura, Basalt, Granit und Wasser. Ihre Kraftplätze erzählen von Feuer und Meer, von Kult und Kontrolle, von Natur und menschlicher Überformung.
Heilsteine in der Oberpfalz aufladen
Wer mit Heilsteinen arbeitet, kennt das Bedürfnis, sie zu reinigen und aufzuladen. Heilsteine an Kraftorten aufzuladen bedeutet für mich, sie bewusst in einen natürlichen Energiefluss einzubetten – nicht als schnellen „Reset“, sondern als achtsame Verbindung mit der Landschaft. Wenn du Heilsteine bewusst mit der Landschaft verbinden möchtest, bietet dir die Oberpfalz ideale Bedingungen. Besonders kraftvoll wirken Orte, an denen das Gestein offen zutage tritt – etwa die Granitformationen im Fichtelgebirge oder im Steinwald. Granit steht für Erdung, Stabilität und Klarheit. Lege deine Steine direkt auf einen warmen Granitblock, möglichst in der Sonne oder im frühen Morgenlicht. Besonders gut eignen sich dafür Bergkristall (zur Klärung und Verstärkung), Rauchquarz (für Erdung) oder schwarzer Turmalin (für Schutz und Abgrenzung).
An Basaltkegeln wie dem Rauhen Kulm oder dem Parkstein kannst du mit einer anderen Qualität arbeiten. Basalt, einst aus Feuer entstanden, trägt eine aufsteigende, dynamische Energie. Hier passen Steine wie Karneol (für Lebenskraft), Granat (für innere Stärke) oder roter Jaspis (für Standfestigkeit).
Wichtig ist weniger die „richtige“ Zuordnung als deine eigene Wahrnehmung. Spüre hinein, welcher Ort und welcher Stein miteinander in Resonanz gehen. Manchmal genügt es, den Stein für eine Weile bewusst in die Natur zu legen, ihn Wind, Sonne oder dem direkten Kontakt mit dem Fels auszusetzen – und dich innerlich mit diesem Moment zu verbinden.
Mehr über Heilsteine und Kraftorte erfährst du hier:
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