Wer nahe Nürnberg und Fürth Natur pur sucht, der ist am Hainberg zwischen Oberasbach und Stein gut aufgehoben. Die weite, ebene Fläche lädt zu schönen Spaziergängen ein. Die Kernzone darf zu bestimmten Zeiten nicht betreten werden, dazu gilt auf dem gesamten Gelände strikter Leinenzwang für Hunde. Für Vogelfreunde bietet das Gelände Begegnungen mit dem Pirol, dem Neuntöter und dem Eisvogel. Der auf den Karten eingezeichnete See ist allerdings verlandet.

Sandmagerrasen auf ehemaligem Truppenübungsplatz

Das zum Naturschutzprojekt Sandachse Franken gehörende Naturschutzgebiet besteht seit dem 1. März 1995 und ist etwa 213 Hektar groß. Auf seiner Fläche befand sich zuvor ein Standortübungsplatz der US-Armee und der Bundeswehr. Das Gebiet beinhaltet die größte Sandmagerrasenfläche Nordbayerns. Typisch für diese Landschaftsform sind die geringe Speicherfähigkeit von Wasser, der geringe Nährstoffgehalt des Bodens und die, im Vergleich zu anderen Biotopen Mitteleuropas, extremen Temperaturunterschiede. Die lockere, oft auch durch Sandflächen unterbrochene Vegetation besteht aus Gräsern und niedrig wachsenden Kräutern. Das Besondere an der Vegetation des Hainbergs ist die helle, ins bräunlich gehende Färbung der Rasenflächen.

Flora und Fauna am Hainberg

Der Hainberg ist Lebensraum und Rückzugsgebiet für viele bedrohte Pflanzen und Tiere. Dazu zählen die Sandgrasnelke, die Heidenelke, der Sandthymian, das Silbergras, das Berg-Sandglöckchen und der Frühe Schmielenhafer. Eine Besonderheit stellt das Vorkommen des Österreichischen Beifuß dar, der im Dreißigjährigen Krieg von kroatischen Soldaten als Weingewürz angepflanzt worden sein soll – der Hainberg war 1632 Teil des Lagers Wallensteins bei Zirndorf. In der Insektenfauna des Hainbergs sind unter anderem Sandbienen, die Blauflügelige Ödlandschrecke und der Schwalbenschwanz vertreten. Bei den Amphibien sind die Kreuzkröte und die Knoblauchkröte zu nennen. Als seltene Vogelarten kommen im Gebiet der Pirol, der Steinschmätzer, der Neuntöter, die Dorngrasmücke, der Eisvogel, der Brachpieper und die Heidelerche vor.
Der Sandtrockenrasen soll nicht verbuschen, da das kurze lückige Gras für bodenbrütende Vögel Voraussetzung ist, um Feinde schneller zu erkennen. Daher wird der Rasen u.a. durch Schaf- und Ziegenbeweidung kurz gehalten. Das sichert außerdem den Fortbestand der für dieses Biotop typischen Pflanzen- und Insektenarten.

Quelle: Wikipedia

Parken am Hainberg

Parkplätze findest du beispielsweise am Gewerbegebiet Hainberg an der Rothenburger Straße sowie in Oberasbach, in Unterasbach und in Gebersdorf. Die nächstgelegenen S-Bahnstationen finden sich in Unterasbach und in Nürnberg-Stein. Auch die Bushaltestelle Fürth Süd ist nicht weit entfernt.

Ein ähnliches Gelände findest du beim Wildpferdegehege von Tennenlohe. Hier befand sich ebenfalls ein Truppenübungsplatz.

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