Nordenau – die Perle des Sauerland

Der malerisch gelegene Luftkurort im Schmallenberger Sauerland thront auf einem Bergsattel zwischen 600 und 800 Metern Höhe oberhalb des Nesselbachtals. Malerische, teilweise über 200 Jahre alte Fachwerkhäuser und die Burgruine Rappelstein mit Blick auf den Ort sind einen Besuch wert. Bekannt ist der Nordenau Heilstollen mit reduziertem Wasser im Hotel Tommes, das auch als deutsches Lourdes oder „Wunderstollen“ bekannt ist.
Dazu ist es möglich, im Winter Ski zu fahren.

Wandern und Wintersport in Nordenau

Nordenau verfügt über zahlreiche Sport- und Wandermöglichkeiten in den das Dorf umgebenden Nadel-, Laub- und Mischwäldern, einen Kurpark und den Walderlebnispfad „Eulenweg“. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Wintersportorten des Sauerlandes Winterberg und Altastenberg bietet auch Nordenau Wintersportmöglichkeiten.
Ein beliebtes Wandergebiet ist der Kahle Asten. Er ist dazu auch einer der wichtigsten Kraftorte im Sauerland.

Nordenau und seine Geschichte

Die Geschichte von Nordenau reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Um das Jahr 1200 errichteten die Edelherren von Grafschaft die Burg Norderna an der alten Heidenstraße – einer wichtigen Verbindung über die Höhenzüge des Sauerlands. Sie diente als Schutz für Wanderer, Kaufleute und Reisende, die diese Route nutzten. Die Siedlung selbst wurde erstmals 1513 im Rahmen eines Gerichtsstreits urkundlich erwähnt, bevor sie 1645 auf der Karte Westphalia Ducatus erstmals kartografisch erfasst wurde.

Eine entscheidende Rolle für die Entwicklung des Ortes spielte der Schieferbergbau. Ab 1866 wurde in den Gruben „Brandholz I“ und „Brandholz II“ Schiefer abgebaut. Auf einer Fläche von rund 60 Hektar entstand ein weit verzweigtes Stollensystem mit einer Gesamtlänge von etwa 5000 Metern. Während der Hochphase in den 1950er Jahren arbeiteten bis zu 120 Menschen im Bergbau. 1895 zählte Nordenau noch 147 Einwohner – der Ort war also lange Zeit klein, aber wirtschaftlich stark vom Bergbau geprägt.

Mit der Erschöpfung der Lagerstätten endete diese Ära schrittweise: „Brandholz I“ stellte 1980 den Betrieb ein, 1992 wurde der Schieferabbau endgültig aufgegeben. Heute hat der Ort eine neue Bedeutung gefunden: Der ehemalige Stollen „Brandholz I“ wird als Heilstollen genutzt und zieht Besucher aus ganz Deutschland an. Nicht zuletzt dadurch ist Nordenau heute als Luftkurort anerkannt und steht für Ruhe, Natur und Regeneration.

Unterkünfte in Nordenau

In Nordenau selbst ist vor allem das Hotel Tommes bekannt, das direkt am Heilstollen liegt und verschiedene naturheilkundliche Anwendungen anbietet. Darüber hinaus gibt es im Ort auch kleinere Pensionen und gemütliche Ferienwohnungen, die oft ruhiger und flexibler sind. Sollte vor Ort nichts verfügbar sein, bietet das nur wenige Kilometer entfernte Winterberg eine große Auswahl an Unterkünften – von Hotels bis hin zu modernen Ferienapartments.