Mit dem Garmisch Classic-Zugspitze-Kombiticket hoch hinaus

In meinem Garmisch-Urlaub 2021 habe ich einen sehr entspannten Tag am Kreuzeck, auf der Hochalm und der spektakulären Aussichtsplattform AlpspiX auf dem Osterfelderkopf über dem Höllental verbracht – meine Hündin Kiki war natürlich auch dabei!

Nach der Wanderung über den Stangensteig und durch die Höllentalklamm stand mir der Sinn nach einem Ruhetag. In der Früh war es noch stark bewölkt, doch dann riss auf einmal der Himmel auf und mein Entschluss war gefasst: ich wollte hoch hinaus! Für die Zugspitze war ich jedoch zu spät dran – um dem Trubel möglichst aus dem Weg zu gehen, hatte ich hier den Plan gefasst, mit der ersten Zahnradbahn hinaufzufahren (die richtige Entscheidung, weil es auf der Zugspitze richtig voll werden kann – gerade mit Hund ist es dann schwierig!)

Ausgangspunkt: Parkplatz Alpspitzbahn

Gegen 11 Uhr kam ich beim Parkplatz der Alpspitzbahn an, der im Winter der Zieleinlauf für die berühmte Kandahar-Abfahrt ist! Der Parkplatz ist kostenlos während der Betriebszeit der Seilbahn, Übernachten (im Wohnmobil) ist hier verboten. Alternativ kannst du auch mit der Zahnradbahn von Garmisch hierherfahren oder laufen (etwa vier Kilometer – ein idyllischer Weg führt dabei über den Rießersee und die Aule-Alm hierher).

Alpspix-Plattform vom Stangensteig aus

Spartipp: Kombi-Ticket Zugspitze und AlpspiX plus Hund für 78 € (jeweils Berg- und Talfahrt)

Da ich ja auch auf die Zugspitze fahren wollte, entschied ich mich für ein Kombi-Ticket. Dieses kostete 80 € (Stand Juli 2021). Der reguläre Preis für einen Erwachsenen liegt bei 73 €, dazu kamen einmalig 5 € für meinen Hund und 2 € Pfand für die Karte. Nachdem der reguläre Preis für die Alpspitz-, Kreuzeck- und Hochalm-Bahn bei 30 € und der reguläre Preis für die Zugspitze bei 61 € liegt, ist das ein gutes Preisverhältnis – zumal für den Hund nur einmalig 5 € gezahlt werden muss.

Flexible Fahrt mit Alpspitz-, Kreuzeck- und Hochalm-Bahn

Ähnlich wie bei der Zugspitze mit Zahnradbahn und Seilbahn hast du auch bei der Fahrt zum AlpspiX die Wahl, ob du direkt mit der Alpspitzbahn auf den Osterfelderkopf fahren oder lieber mit der Kreuzeck-Gondelbahn hinauffahren, zur Hochalm laufen und mit der Hochalmbahn weiterfahren (oder hinaufwandern) möchtest. Auch für den Abstieg hast du die freie Auswahl. Mit der Hochalmbahn kannst du dazu so oft fahren, wie du möchtest.

Die Kreuzeckbahn – mit der Gondel und Hund hoch hinaus

Da ich mit Hund Kiki noch nie vorher Seilbahn gefahren bin, erschien es mir als gute Übung, zunächst eine Gondelbahn zu probieren. Ich konnte direkt durch das Drehkreuz laufen und in die nächste Gondel einsteigen. Kiki hopste mutig hinein, die Türen schlossen sich und es ging los. Da die Gondel doch etwas schaukelte, machte ich mir sorgen: was, wenn Kiki schlecht wird (oder mir)? Doch alles ging gut, Kiki beschnüffelte aufgeregt den Boden und ließ sich schließlich nieder. Der Ausstieg verlief ähnlich problemlos wie der Einstieg. Direkt oberhalb der Bergstation liegt das Kreuzeckhaus, wo du essen und trinken und auch übernachten kannst. Kiki und ich gingen jedoch gleich weiter.

Vom Kreuzeck zur Hochalm-Bahn auf den Osterfelderkopf

Von der Bergstation führt ein breiter Schotterweg weiter zur Hochalm. Bei gemächlichem Tempo dauert der Weg etwa eine halbe stunde, dabei sind etwa 50 Höhenmeter zu überwinden. Vom Weg aus hast du einen tollen Blick über die Berge bis hin nach Elmau. Von der Hochalm führt eine automatische Kabinenbahn zum Osterfelderkopf. Es war nicht einmal nötig, die Fahrkarte zu zeigen! Kiki und ich stiegen ein, es gab nur vier weitere Mitreisende. Entspannt fuhren wir so nach oben. Von der Seilbahn aus bot sich ein weiterer, herrlicher Ausblick auf die Berge und einen tollen Wanderweg. Wer ausreichend Kondition hat und trittsicher und schwindelfrei ist, für den ist es sicher eine tolle Tour hinauf. Da Kiki und ich allerdings einen Ruhetag einlegen wollten, reichte uns die Fahrt mit der Seilbahn.

An der Bergstation befindet sich ein Restaurant mit Selbstbedienung zum Einkehren. Kiki und ich sind allerdings direkt zur Aussichtsplattform hinaufgestiegen.

Die Aussichtsplattform AlpspiX

Der Besuch der Aussichtsplattform ist kostenlos. Es handelt sich um eine Konstruktion aus Stahl in ungefähr 2050 m Höhe mit zwei etwa 24 Meter langen, begehbaren, freischwebenden Armen. Von hier aus hast du einen herrlichen Blick auf Garmisch und kannst zudem direkt in das 1000 Meter tiefe Höllental hinuntersehen.

Der Boden ist leider ein Gitterrost, was für meine Hündin Kiki äußerst unangenehm ist. Um trotzdem einen Blick ins Höllental erhaschen zu können, habe ich sie einmal hinübergetragen und sie später auch einmal angebunden und mich alleine vorgewagt.

Bei der Errichtung der Plattform hagelte es übrigens Kritik – so war der Bund Naturschutz gegen den AlpspiX, da er die Schönheit der Gebirgswelt verunstalte, und der Deutsche Alpenverein wies darauf hin, dass das Erleben der Berge und nicht die Touristenattraktion allein im Vordergrund stehen sollte. Ich sehe das nicht so – ich habe meinen Besuch auf dem AlpspiX sehr genossen. Solange nicht jeder Berg eine Aussichtsplattform erhält, finde ich, ist da überhaupt nichts gegen einzuwenden. Auch den umstrittenen Welterbeblick von Hallstatt fand ich super.

Sehr schön ist zudem der der Gipfel-Erlebnisweg am Osterfelderkopf. Dieser soll allen Bergbegeisterten den Weg in hochalpine Gefilde ebnen. Es handelt sich um einen rund 700 Meter langen Rundkurs, der Wissenswertes zu Flora, Fauna und Geologie der Umgebung in quizartigen Stationen erzählt. Unter anderem gibt es einen kurzen, mit einem Geländer gesicherten Grat-Weg und ein Gipfelkreuz.

Sehr entspannt fand ich es dazu, auf einer der hölzernen Liegen zu chillen und die Bergwelt auf mich wirken zu lassen – allen voran die majestätische Alpspitze.

Der Weg zurück über Hochalm und Kreuzeck

Nach einer Weile hatte ich Lust auf Eis. An der Alspitzbahn gab es jedoch nur ein Selbstbedienungsrestaurant – allein mit Hund fand ich das nicht so bequem. Bei dem schönen Wetter hatte ich aber auch keine Lust, jetzt schon mit der Alpspitzbahn ins Tal zu fahren! Also beschloss ich, wieder zur Hochalm hinunterzufahren. Dieses Mal hatte ich die Kabine der Seilbahn ganz für mich allein! Da es an der bewirtschafteten Hochalm jedoch kein Eis gab, ging ich denselben Weg zurück zur Kreuzeckbahn.

Die Sonnenterrasse vom Kreuzeckhaus

Ich hatte bereits in der früh überlegt, hier einen Kaffee zu trinken – allerdings war das Restaurant zu diesem Zeitpunkt noch geschlossen. Jetzt allerdings war es gut besucht. Nach der Corona-Registrierung fand ich einen schönen Tisch auf der Terrasse und kam in den Genuss einer erfrischenden Eisschokolade und einer Holunderblütenschorle. Mit der Kreuzeckbahn ging es dann wieder ins Tal hinunter.

Von hier aus kannst du wieder mit der Zahnradbahn zurückfahren oder laufen – mit Zwischenstopp zum Beispiel auf der Aule-Alm oder im Seehaus Rießersee.

Mehr lesen