Zu den interessantesten Naturwundern in der Fränkischen Schweiz zählt der Druidenhain bei Wohlmannsgesees oberhalb des Wiesent-Tales zwischen Streitberg und Muggendorf. Dem Volksglauben nach handelt es sich um eine Kultstätte der keltischen Druiden. Dies konnte aber bislang weder wissenschaftlich bestätigt noch widerlegt werden. Nach wie vor ist nicht bekannt, ob es sich beispielsweise um eine eingestürzte Höhle oder doch um einen alten Steinbruch handelt.

Ein Labyrinth aus moosbewachsenen Dolomit-Felsen

Der Druidenhain besteht aus einem Labyrinth von moosbewachsenen Felsen. Die einzelnen Felsblöcke des Hains sind zwei bis fünf Meter hoch, zwei bis sechs Meter lang und stehen in langen Zeilen in Nordwest-Südost-Ausrichtung aufgereiht.

Das Gelände und auch die Steine können frei betreten werden. Das Gelände kostet keinen Eintritt. Direkt davor gibt es auch einen kleinen Wanderparkplatz.

Wanderungen zum Druidenhain

Der Druidenhain lässt sich gut in Wanderungen integrieren, beispielsweise von Streitberg und der Ruine Neideck aus, oder von Muggendorf. Von Gößweinstein aus sind es ca. 8 Kilometer, von Ebermannstadt aus ca. 7 Kilometer. Nach Pottenstein sind es 14 Kilometer. Wenn du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, kannst du von Streitberg aus über die Ruine Neideck zum Druidenhain und dann weiter nach Ebermannstadt oder Gößweinstein laufen.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Möglich ist es auch, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Wandern anzureisen: nach Ebermannstadt fährt von Forchheim aus ein regulärer Personenzug. Streitberg, Muggendorf und Gößweinstein sind mit dem Bus erreichbar. Im Sommer verkehrt dazu zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle ein Dampfzug, der sowohl in Streitberg als auch in Muggendorf hält.

Der Druidenhain in Märchen und Sagen

In einer Saga soll der Raubritter Eppelein von Gailingen (~ 1300–1381) am 1. Mai 1339 (Walpurgisnacht) um Mitternacht im Druidenhain einen Treueschwur mit seinen Bundesgenossen geleistet haben. Auch von einem Hexenbankett wurde berichtet. Der Druidenhain wird auch oft als Kraftort beschrieben, als Ort also, dem eine positive psychische Wirkung im Sinne einer Beruhigung, Stärkung oder auch Bewusstseinserweiterung zugeschrieben wird.

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