Dinant ist eines dieser Reiseziele, bei denen man schon bei der Ankunft kurz stehen bleibt und einfach schaut. Die malerische Kulisse an der Maas, die bunten Häuser entlang des Flusses, die imposante Collégiale Notre-Dame de Dinant und hoch darüber die mächtige Zitadelle von Dinant – das wirkt fast wie aus einem Gemälde. Gleichzeitig ist die Stadt überraschend hundefreundlich. Es gibt viele Möglichkeiten zum Spazierengehen, schöne Aussichtspunkte in der Umgebung und einen entspannten Weg direkt entlang der Maas, der sich perfekt für eine Gassirunde eignet.

Die Zitadelle Dinant mit Hund
Die gute Nachricht: Hunde dürfen mit in die Zitadelle – und sogar in die Ausstellungsräume. Das ist alles andere als selbstverständlich und macht Dinant besonders attraktiv für Reisen mit Hund.
Allerdings sollte man wissen, worauf man sich einlässt. In einem Abschnitt gibt es einen Tunnel mit Geräuschen eines simulierten Gefechts, inklusive Lichteffekten. Das kann für empfindliche Hunde schnell unangenehm werden. Kiki hat das erstaunlich gut gemeistert, aber ich hatte sie die ganze Zeit genau im Blick.
Zusätzlich gibt es einen nachgebauten, engen Schützengraben. Auch hier sind Hunde erlaubt. Kiki wäre problemlos mitgegangen – sie ist da ziemlich unerschrocken – aber mir war es dann doch zu eng, zu laut und insgesamt nicht hundegerecht genug. Da darf man ruhig auch mal für den Hund mitentscheiden.
Ein Besuch der Zitadelle ist nicht nur wegen der Aussicht spannend, sondern auch historisch eindrücklich. Besonders präsent ist das Jahr 1914: Beim deutschen Überfall auf Belgien kam es in Dinant zu einem Massaker, bei dem die kaiserliche Armee mehrere hundert Zivilisten tötete. Daran wird vor Ort immer wieder erinnert – und das zurecht.

Der Aufstieg zur Zitadelle – sportlich oder bequem
Zur Zitadelle führen zwei Wege: eine lange, steile Treppe mit mehreren hundert Stufen oder eine Seilbahn. Letztere ist im Eintrittspreis enthalten und eigentlich die entspanntere Option – gerade mit Hund.
Leider wurde die Seilbahn bei meinem Besuch gewartet. Also ging es zu Fuß hinauf, über einen Aussichtspunkt mit schönem Blick auf die Stadt. Runter bin ich dann die Treppe – das ist deutlich angenehmer als andersherum.
Preise und Öffnungszeiten Zitadelle Dinant
Preise
Erwachsene zahlen 15 €, Hunde dürfen kostenlos mit.
Es gibt auch Kombi-Angebote mit einer Bootstour auf der Maas.
Öffnungszeiten:
April bis September
Täglich geöffnet von 10:00 bis 18:00 Uhr
(Hauptsaison)
Oktober bis März
Täglich geöffnet von 10:00 bis 16:30 Uhr

Die Kathedrale – beeindruckend, aber mit Hund?
Die Collégiale Notre-Dame de Dinant ist definitiv ein Highlight. Sie wirkt riesig, vor allem durch ihre enorme Höhe im Verhältnis zur Stadt. Die großen Glasfenster sind beeindruckend und sorgen für eine besondere Atmosphäre im Innenraum. Ich habe tatsächlich gesehen, wie ein Mann mit seinen Hunden hineingegangen ist. Ehrlich gesagt: Als Hundebesitzerin fand ich das etwas drüber. Ich habe Kiki in der Unterkunft gelassen – das fühlte sich einfach respektvoller an.

Ausflugsziele in der Umgebung
Rund um Dinant gibt es einige schöne Ziele, die sich auch gut mit Hund erkunden lassen. Besonders gefallen hat mir das Schloss Walzin, das spektakulär auf einem Felsen über der Lesse liegt. Es ist zwar in Privatbesitz, aber als Wanderziel oder im Rahmen einer Kajaktour entlang des Flusses ein echtes Highlight.
Ebenfalls sehenswert ist das Château de Freÿr mit seinem Park. Man kann das Schloss besichtigen oder von oben von Aussichtspunkten auf die Anlage und die umliegenden Felsen blicken. Besonders schön ist es hier am Abend, wenn die Sonne untergeht und die Landschaft in warmes Licht taucht.
Etwa eine halbe Stunde entfernt liegen dazu die Grotten von Han. Hier herrscht Massentourismus – aber Hunde sind tatsächlich auf der kleinen Runde erlaubt. Für mich war das ebenfalls ein Highlight.

Fazit
Dinant ist ein rundum lohnendes Reiseziel – auch mit Hund. Die Kombination aus Natur, Geschichte und dieser einzigartigen Kulisse an der Maas macht den Ort besonders.
Mit ein bisschen Rücksicht – vor allem in engen, lauten Bereichen oder sensiblen Orten – lässt sich die Stadt entspannt mit Hund erkunden. Ich würde jederzeit wieder hinfahren.
