Der Gullfoss – praktische Informationen

Gullfoss bedeutet „der goldene Wasserfall“. Und der Name kommt nicht von ungefähr, wie man auf diesem Foto sieht!

Gullfoss Wasserfall Island

Nahe den Geysiren stürzt der Wasserfall über zwei rechtwinklig zueinander stehende Fallstufen von 11 und 22 Metern in die Tiefe. Im Winter donnern dabei 109 m³/s, im Sommer etwa 130 m³/s Wasser in die Schlucht. Der größte bisher gemessene Abfluss betrug 2000 m³/s.

Die unterhalb des Wasserfalls gelegene Schlucht ist ca. 2,5 km lang und 70 Meter tief. Dabei wird die Schlucht pro Jahr etwa 35 Zentimeter tiefer.

Bei vulkanische Aktivitäten kann das Eis der Gletscher auf Island schnell schmelzen und große Wassermassen auf einen Schlag freisetzen, so geschehen bei zwei großen Gletscherläufen im 20. Jahrhundert. 1930 und 1948 wurde die Schlucht dabei völlig mit Wasser gefüllt, so dass die niedrigere Wasserfallstufe zeitweilig darunter verschwand.

Gullfoss – Teil des Golden Circle

Der Gullfoss gehört mit Þingvellir und den benachbarten Geysiren zum sogenannten Gullni hringurinn (Golden Circle, dt. wörtlich: „Goldener Ring“) und zählt zu einer der berühmtesten (und leicht ereichbaren) Sehenswürdigkeiten Islands.

Parkplätze, Kiosk und Toiletten

Wie alle Sehenswürdigkeiten des Golden Circle ist am Gullfoss eine gute touristische Infrastruktur vorhanden. Der Parkplatz war im Herbst 2018 noch kostenlos, für die Toiletten wurde jedoch bereits Geld verlangt (man kann zum Beispiel mit Karte zahlen!). Es ist anzunehmen, dassauch die Parkplätze irgendwann Geld kosten werden. Im Sommer ist der Gullfoss zu den Stoßzeiten völlig überlaufen. Für Selbstfahrer bietet es sich an, diesen entweder möglichst früh oder möglichst spät anzulaufen, um den Reisegruppen zu entgehen.

Der Gullfoss im Winter

Auch im Winter lässt sich der Gullfoss gut besuchen, dann aber am besten mit einer Reisegruppe. Im Winter ist es längst nicht so überlaufen wie im Sommer. Das Klima ist zwar für nordische Winter dank dem Goldstrom relativ mild, allerdings können die Straßen schlecht sein. Einheimische Fahrer bringen dich dann trotzdem sicher ans Ziel. Dazu siehst du vielleicht Polarlichter! Hier noch ein besonderer Tipp: Wie wäre es mit einer Silvesterreise nach Island, um unter den mysterös flackernden Polarlichtern auf ein neues Jahr anzustoßen …

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