The Burren in Irland – faszinierende Karst

The Burren ist eine faszinierende Karstlandschaft im Westen Irlands im County Clare – nahe den gewaltigen Cliffs of Moher – den höchsten Klippen der grünen Insel. Von der grünen Insel ist in The Burren nur wenig zu spüren. Tatsächlich kommt „Burren“ aus dem Gälischen und bedeutet übersetzt „steiniger Ort“. Heute ist das Gebiet ein Nationalpark von etwa 1150 Hektar und ein absoluter Reisetipp für alle Naturliebhaber.

Was ist The Burren?

Das Kalksteingebiet ist etwa 250 Quadratkilometer groß. Die zerklüftete Oberfläche ist zerfurcht von etwa knietiefen Rinnen, den sogenannten Karren, die durch Verwitterung im Karst entsteht. Im Laufe der Zeit haben sich Platten gebildet, die sich komplett vom Untergrund losgelöst haben und klacken, wenn man darüber läuft. Dies betrifft mittlerweile jede 25. dieser Platten. Auch heute noch sammelt sich das Regenwasser in den Turloughs genannten Rinnen und zwischenräumen und begünstigen die Verwitterung weiter.

Frühe Spuren – Megalithgräber und Dolmen

Schon in frühester Zeit haben sich Menschen in der unwirtlichen Gegend niedergelassen. Das bezeugen unzählige Funde. Am spektakulärsten davon sind die Dolmen – Megalithgräber, die aus großen, von Menschen behauenen und aufgerichteten Felsblöcken bestehen. Besonders bekannt ist der Poulnabrone Dolmen. Es gibt noch viele weitere Megalithgräber und 150 Wedge tombs – ganlose und ungegliederte Steinkammern, die aus der Jungsteinzeit sowie der Bronzezeit stammen.

Klöster und Festungen

Es gibt in der Karstlandschaft von The Burren überdies viele Höhlen und Klosterruinen sowie viele Ringforts wie Ballyallaban, Cahermore, das restaurierte Caherconnell und Promontory Fort mit seinen drei beeindruckenden Wällen.

Obwohl The Burren so unwirtlich scheint, gibt es Landwirtschaft, die als Teil des Ökosystems gefördert wird. Auch ist die Gegend touristisch erschlossen und es werden immer mehr Wanderwege angelegt, um die Touristen durch die Landschaft zu geleiten.