Vulkanausbrüche auf Island

Der Ausbruch der Eldgjá im Jahre 939 nach Christus muss gewaltigen Einfluss auf Island, auf Europa und ggf. auch auf die ganze Welt gehabt haben. Der Ausstoß an Lavamassen muss noch gewaltiger gewesen sein als beim Ausbruch der Laki-Krater im Jahr 1783. Der Laki setzte dazu gewaltige Mengen an giftigen Gasen frei, die bis zu 5 Millionen menschen das Leben gekostet haben könnten.

Im Laufe der letzten ca. 1000 Jahre seit Ausbruch der Eldgjá ist es noch zu weiteren kleineren und auch größeren Vulkanausbrüchen gekommen auf Island gekommen. Hier findet ihr eine Liste davon.

ca. 934EldgjáAusbruch der Katla und Eldgjá, einer der größten Vulkanausbrüche in historischer Zeit mit weltweiten Folgen.
1104Hekla – Erste Eruption der Hekla seit der Besiedlung Islands. Ein Hof wurde verschüttet.
1158Hekla
1179ReykjaneshryggurUnterseeischer Vulkan 34 km südwestlich von der Reykjanes-Halbinsel
1188KrísuvíkAusbruch auf der Reykjanes-Halbinsel
1206Hekla
1211Reykjanes
1222Hekla
1223Reykjaneshryggur
1231 + 1238Reykjaneshryggur
1245Katla
1262Katla
1268Stampar (Reykjanes)
1300Askja
1300HeklaDer Lavastrom Suðurhraun zerstörte einen Hof.
1311Katla
1332Grimsvötn
1372KolbeinseyVulkan, der 105 km nördlich der isländischen Nordküste gelegen ist
1340Brennisteinsfjöll, Reykjanes
1341Hekla
1341Brennisteinsfjöll
1341Grimsvötn
1362ÖræfajökullDer Vulkanausbruch verursachte schwere Gletscherläufe. Seit dem Jahr 2017 ist der Vulkan wieder aktiv. Da er das größte Magmavolumen aller isländischen Vulkane besitzt, ist die Sorge groß.
1372Kolbeinsey
1389Hekla
1416Katla
1422Reykjaneshryggur
1440Hekla
1477Torfajökull / Bárðarbunga
1510Hekla
1554Hekla
1580Katla – Gletscherlauf
1583Reykjaneshryggur
1597Hekla
1598Grimsvötn
1603Grímsvötn
1612Katla – Gletscherlauf
1612Eyjafjallajökull
1619Grimsvötn
1625Katla – Gletscherlauf
1629Grimsvötn
1636Hekla
1638Grimsvötn
1655Kverkfjöll
1659Grimsvötn
1660Katla – Gletscherlauf
1681Grimsvötn
1693Hekla
1706Grimsvötn
1716Grímsvötn
1721Katla – Gletscherlauf
1724Viti / KraflaDurch eine gewaltige Explosion entstand der Viti-Kratersee. Zugleich Beginn der sog. Myvatn-Feuer, die bis 1729 anhielten
1725Hekla
1727-1728Hvannadalshnúkur, Öræfajökull
1729Kverkfjöll
1753Grimsvötn
1755Katla – Gletscherlauf
1755Kolbeinsey
1766Hekla
1768Grimsvötn
1774Grimsvötn
1783Reykjaneshryggur
1783/84Laki (Lakagigar) Der Ausbruch setzte gewaltige Lavamassen und große Mengen giftiges Fluorgas frei, was zu einer Hungersnot führte. Ein Viertel aller Isländer starb. Die Gaswolke zog auch nach Mitteleuropa, wo sie einen extrem kalten Winter verursachte, in dem weitere tausende Menschen starben. Manche Schätzungen sprechen gar von bis zu 5 Millionen Toten.
1797BárðarbungaSpalteneruption
1816Grimsvötn
1821-1823Eyjafjallajökull
1823Katla – Gletscherlauf
1830-1831Reykjaneshryggur
1838Grimsvötn
1845Hekla
1854Grimsvötn
1860Katla
1867Grímsvötn
1867-1868Unterseeische Eruption nördlich von Tjörnes
1873Grimsvötn
1875Askja
1878Hekla
1879Reykjaneshryggur
1883Grimsvötn
1887Grímsvötn
1892Grímsvötn – Gletscherlauf
1896HelliseyUnterseeische Eruption nahe den Westmännerinseln
1897Grimsvötn
1902-1904Grimsvötn
1910Bárðarbunga
1913Hekla
1918Katla
1922Grimsvötn
1922-1924Askja
1926Reykjaneshryggur
1926Askja
1927Esjufjöll Ausbruch südöstlich der Grímsvötn
1929Bárðarbunga
1933Grimsvötn
1934Grímsvötn – Gletscherlauf
1938Askja
1938Grimsvötn
1945Grímsvötn
1947HeklaDer Vulkan erzeugte eine über 30 km hohe Rauchsäule.
1954Grímsvötn
1955Katla
1959Kverkfjöll
1961Askja
1963-67SurtseyEntstehung einer neuen Insel im Westmänner-Archipel
1966Reykjaneshryggur
1968Kverkfjöll
1970Hekla
1972Grímsvötn
1973Eldfell, Heimaey Zahlreiche Häuser wurden von Lava und Asche verschüttet. Tatkräftige Helfer verhinderten, dass der Hafen von der Lava verschlossen wurde.
1975Krafla –  Beginn der sog. Krafla-Feuer, die bis 1984 anhielten
1977Krafla
1980Krafla
1980-1981Hekla
1981Krafla
1983Grímsvötn – Gletscherlauf
1984Krafla
1991Hekla
1996Gjalp / Grímsvötn – GletscherlaufHeftige Gletscherläufe führten zu Überschwemmungen mit erheblichem Sachschaden.
1998Grimsvötn
2000HeklaNach heftigen Erdbeben schleuderte der Vulkan Asche und Lava hinaus. 
2004Grimsvötn
2010EyjafjallajökullDer Ausbruch des Eyjafjallajökull begann am 20. März 2010 als Spalteneruption mit Lavafontänen und Lavaströmen. Am 14. April 2010 verlagerte sich das Eruptionszentrum unter den Gletscher. Es kam zu Gletscherläufen, die Überschwemmungen verursachten. Dirch die Aschewolke war der europäische Flugverkehr wochenlang eingeschränkt..
2011GrimsvötnHeftigster Ausbruch seit über 100 Jahren. Kurzzeitig Flugverbot über Nordeuropa.
2014Spalteneruption im Lavafeld Holuhraun nördlich des Bárðarbunga.Die  Spalteneruption fand an der gletscherfreien Flanke statt. Der Ausbruch war der größte Vulkanausbruch in Island seit der Laki-Eruption von 1783/84 und zählt zu den bedeutendsten Vulkanausbrüchen in der jüngeren isländischen Geschichte. Da der Vulkan abseits liegt, kamen keine Menschen zu Schaden.