Rothenburg ob der Tauber – Winter Reisetipps

Rothenburg ob der tauber winter

Rothenburg ob der Tauber ist das deutsche Weihnachtsdorf schlechthin. Denn dank dem Käthe Wohlfahrt Weihnachtsdorf und dem weihnachtlichen Reiterlesmarkt herrscht in der idyllischen Kleinstadt in Mittelfranken immer weihnachtliche Stimmung.

Die Reisetipps für den Winter in Rothenburg ob der Tauber

  • Der Reiterlesmarkt
  • Das Weihnachtsdorf von Käthe Wohlfahrt und das Deutsche Weihnachtsmuseum
  • Ein Spaziergang auf der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer
  • Die zahlreichen historischen Gebäude und Fachwerkhäuser
  • Das Kriminalmuseum mit zahlreichen historischen Foltergeräten

Der Weihnachtsmarkt in Rothenburg

Der Reiterlesmarkt findet im Jahr 2017 vom 01.12. bis zum 23.12.2017 statt. Zwischen den historischen Gebäuden am Marktplatz in Rothenburg gelegen, sucht der Weihnachtsmarkt seinesgleichen. „Reiterle“ ist in der Sagenwelt von Rothenburg eine glücksbringende Gestalt, ähnlich dem Weihnachtsmann. Wie es sich gehört, gibt es auf dem Markt unzählige Köstlichkeiten, heißen Glühwein sowie Weihnachtsschmuck und vieles mehr zu kaufen.

Öffnungszeiten vom 01.12. bis zum 23.12.2017

Montag bis Donnerstag 11.00 – 19.00 Uhr
Freitag bis Sonntag 11.00 – 20.00 Uhr

Das beschauliche Rothenburg wird überwiegend von Tagesgästen besucht. Deswegen sind viele Gasthäuser auch zu Zeiten des Weihnachtsmarktes lediglich bis 21 Uhr geöffnet. Wer also den Abend entspannt in einer Bar ausklingen oder gar ausgehen möchte, muss unter Umständen etwas länger suchen.

Ein Winterspaziergang durch das Mittelalter

Alle, die Rothenburg zum ersten Mal besuchen (und eigentlich auch alle anderen) sollten nicht nur den Weihnachtsmarkt besuchen, sondern auch einen Winterspaziergang einplanen. Die Stadtmauer ist noch gut erhalten (bzw. restauriert), von hier bieten sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die unzähligen Türme und Fachwerkhäuser sowie auf das Taubertal. Den vielleicht schönsten Blick genießt man vom Burggarten (siehe Bild oben). Wer noch etwas weiter gehen möchte, kann das Tal der Tauber zum Toppler-Schlösschen hinabsteigen.

Das Käthe Wohlfahrt Weihnachtsdorf – ganzjährig geöffnet

Rothenburg ob der Tauber Käthe Wohlfahrt Weihnachtsdorf mit Express

Nicht nur zur Weihnachtszeit bietet sich auch ein Besuch im Weihnachtsdorf an. Dieses ganzjährig geöffnete Kaufhaus bietet eine Vielzahl an Weihnachtsschmuck und Deko: Pyramiden und Krippen, Schwibbögen und Christbaumschmuck, Nussknacker, Räuchermännchen und vieles mehr.

Dazu ist das Geschäft äußerst liebevoll eingerichtet, mit einem mannshohen Nussknacker oder auch dem fünf Meter hohen weißen Weihnachtsbaum inmitten eines fränkischen Winterdorfes, mit über zwölftausend Lämpchen und tausendfünfhundert Ornamenten. Auch eine Pyramide von fast vier Metern darf nicht fehlen.

Vor dem Weihnachtsdorf parkt verlässlich der knallrote historische Geschenke-Express.

Wer Käthe Wohlfahrt erleben möchte, aber nicht nach Rothenburg ob der Tauber kommen kann, findet mittlerweile zahlreiche Zweigstellen in verschiedenen Regionen Deutschlands sowie in anderen Ländern:

  • Berlin
  • Heidelberg
  • Rüdesheim
  • Bamberg
  • Nürnberg
  • Oberammergau
  • Riquewihr (Frankreich)
  • Brügge (Belgien)
  • York (England)
  • Stillwater (USA)

Öffnungszeiten des Weihnachtsdorf Rothenburg:

Montag bis Freitag: 9.00Uhr bis 18.30Uhr
Samstag: 9.00Uhr bis 18.30Uhr
Sonn- und Feiertage:  10.00 bis 18.00Uhr.

Bitte beachten Sie die gesonderten Öffnungszeiten am 01., 19. und 26. November: 12.00 bis 18.00Uhr

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich vorher telefonisch nach den Öffnungszeiten erkundigen: Tel.: 09861/409-0

Auf nach Rothenburg

Der beste Weg, um nach Rothenburg zu kommen, ist leider der mit dem Auto oder gegebenenfalls mit einem Reisebus. Zwar gibt es einen Bahnhof, die Verbindung von Nürnberg beispielsweise ist jedoch ziemlich schlecht, da der Reisende auf dieser Strecke zwei Mal umsteigen muss und dementsprechend damit rechnen sollte, bei Verspätung der Bahn eine Stunde lang im Nirgendwo zu stranden. Rothenburg verfügt über eine Vielzahl an Parkplätzen. Zur Zeiten des Weihnachtsmarktes macht es aber durchaus Sinn, eher früher etwas da zu sein.

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Darum ist Rothenburg so gut erhalten

Im Mittelalter gehörte Rothenburg ob der Tauber zu den zwanzig größten Städten des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Im dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt zwar von Tilly und dem kaiserlichen Heer belagert und schließlich auch teilweise geplündert, aber nicht vollständig niedergebrannt. Nach dem Krieg versank Rothenburg in einen friedlichen Schlummer. Investitionen wurden kaum mehr getätigt, sodass viel historische Bausubstanz aus dem Mittelalter erhalten blieb. Dieses Schicksal teilt die Stadt mit Regensburg. Schon im 19. Jahrhundert wurde Rothenburg bekannt und ein beliebtes Reiseziel bei Deutschen, aber auch bei Engländern und Franzosen.

Ein Luftangriff zerstörte im Jahr 1945 kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs etwa 45 Prozent der Bausubstanz. Der Angriff hatte eigentlich einem Öllager im oberfränkischen Ebrach gegolten. Doch da dort starker Nebel herrschte, wurde Rothenburg als Ersatzziel angegriffen, obwohl dies militärisch keine Bedeutung hatte.

Die Zerstörung betraf jedoch hauptsächlich den Ostteil der Altstadt, so dass die bedeutendsten Baudenkmäler erhalten blieben. Nach dem Krieg wurde Rothenburg – unter anderem mit Spenden durch die Amerikaner – wieder so originalgetreu wie möglich aufgebaut.