Libanon

säulen des jupiter tempel von baalbekEin Zeichen gegen den Bürgerkrieg: Zum Projekt Syriens Zukunft

Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung ausgesprochen, die große Teile des Libanon betreffen. Denn der Syrien wird immer mehr in den syrischen Bürgerkrieg hinengezogen. Besonders gefährdet sind die Gebiete im Norden um Tripoli, weite Teile der Beeka-Ebene einschließlich der Ruinen von Baalbek, Südbeirut und der Südlibanon mit Ausnahme von Tyros. Bei Reisen in den Libanon sollten Sie sehr wachsam sein, denn es herrscht auch eine erhöhte Entführungsgefahr.  Zur aktuellen Reisewarnung

Das kulturelle Erbe des Libanon

Der Libanon verfügt über zahlreiche kulturelle Stätten und Landschaften, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen.

Die architektonischen Highlights im Libanon

1. Baalbek

Das in der Bekaa-Ebene gelegene Baalbek ist ein hervorragendes Beispiel für römische Tempelarchitektur. Beeindruckend sind vor allem der gut erhaltene Bachhus-Tempel sowie die bekannten sechs Säulen, die vom gewaltigen Jupitertempel übriggeblieben sind.

2. Beirut

Beirut ist die Feiermetropole des nahen Ostens. Aus dem gesamten Vorderen Orient kommen reiche Araber, um Party zu machen und Weltstars auf der Bühne zu erleben. Es gibt zahlreiche Cafes und Diskotheken. Berühmt sind die Taubengrotten, die im Meer vor der Steilküste gelegen sind.

3. Wadi Qadischa

Das Wadi Qadischa ist das vielleicht schönste Tal im Libanon. Es gibt zahlreiche Klöster zu entdecken. Absolut sehenswert ist auch die letzte Zederngruppe oberhalb von Bscharri – die ältesten Zedern des Libanon.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten im Libanon

Reise in den Libanon

Place des Etoiles - das Herz von Beirut

Place des Etoiles – Beirut

Bhibbak, ya Lubnan – ich liebe dich, oh Libanon – so singt es Fairuz, die berühmteste und beliebteste noch lebende arabische Sängerin. Und tatsächlich ist es sehr schwer, sich dem Zauber des kleinen Landes am Mittelmeer zu widersetzen.
Im Libanon trifft mediterranes Flair mit orientalischem Charme zusammen und ergibt eine einzigartige Symbiose. Von allen Ländern, die ich bisher berreist habe, ist der Libanon mein Traumland. Es gibt herrliche Strände, grüne Täler, schneebedeckte Berge, prachtvolle Zeugnisse vergangener Zeiten – kurz, alles was der Mensch sich wünschen kann. Dazu ist der Libanon das Land im Nahen Osten, das am westlichsten geprägt ist. Von der wunderschönen Landschaft her kann man meinen, hier das Paradies gefunden zu haben. Doch liegen Himmel und Hölle sehr eng beieinander.
Nicht umsonst gibt es immer wieder Reisewarnungen – besonders für den Süden des Landes, für die Bekaa-Ebene und für den Norden. Aktuelle Informationen zum Thema Reisen im Libanon bietet das Auswärtige Amt.

Die politische Lage im Libanon

Doch warum ist der Libanon so heiß umkämpft? Schuld daran ist zunächst einmal die geographische Lage. Die unzugänglichen Berge des Libanonmassives waren schon immer Rückzugsgebiete verschiedenster Stämme und religiöser Gruppierungen. So konnten Glaubensgemeinschaften überleben, die in anderen Teilen der Welt verfolgt wurden. Heute leben hier die muslimischen Schiiten und Sunniten, muslimische Sekten wie die Drusen und die Alawiten sowie zahlreiche christliche Gemeinschaften wie Maroniten, Katholiken und griechisch, syrisch und armenisch Orthodoxe. 17 Religionsgemeinschaften sind es insgesamt. Da sich diese Gruppen stark über ihre Religion identifizieren, sind Konflikte vorprogrammiert. Besonders im 20. Jahrhundert wurde der Libanon Spielball von Nationen wie Frankreich, USA, Saudi-Arabien, Iran, Syrien und Israel. Die Großmächte führten einen Stellvertreterkrieg auf libanesischem Boden, der das Land über Jahrzehnte hinweg heimsuchte. Dabei nutzten die Großmächte die bereits vorhandene Feindschaft der einzelnen religiösen Gruppen und arbeiteten mal mit dieser und mal mit jener Gemeinschaft zusammen. Kriegsverbrechen geschahen dabei von allen Seiten. Letztendlich wusste niemand mehr genau, wer eigentlich mit wem warum kämpfte und 1998 brach das Land schließlich wirtschaftlich völlig zusammen. Niemand hatte mehr die Kraft zu kämpfen. In den folgenden Jahren wurde der Libanon etwas wie das Amüsierviertel des Nahen Ostens. Die High Society Saudi-Arabiens, Syriens und der Emirate genossen das angenehme Klima und die offene Athmosphäre, in der Alkoholexzesse und das Feiern in großen Diskotheken einfach dazugehört. Im Herbst 2008 fand in Beirut beispielsweise eine große Auktion von einprägsamen Telefonnummern statt, für die die Millionäre und Milliadäre des Nahen Ostens gerne bis zu einer halben Million Euro ausgeben.
Natürlich gibt es aber auch einen erheblichen Anteil armer Menschen. Diese sind zumeist Schiiten und leben in der Bekaebene, im Süden oder in Vororten der Hauptstadt Beiruts. Auch gibt es viele Palästinenser, die seit Jahrzehnten im Libanon in Lagern leben. Es ist ihnen verboten zu arbeiten und so ist Frustration vorprogrammiert. Spannungen gibt es zur Zeit besonders im Lager Nahr al-Barid im Norden des Libanon, ganz in der Nähe der Stadt Tripolis. Deswegen hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für die Gegend ausgesprochen. Gewarnt wird auch vor einem Besuch der südlichen Bekaebene und den Grenzgebieten zu Israel.
Schade, dass der Libanon so fast nur durch Negativschlagzeilen bekannt ist. Denn das Land hat unglaublich viel zu bieten. Entdecken Sie deswegen den unbekannten Libanon! Weitere  Reisetipps Libanon erhalten Sie hier.

Aktuelle Lage im Libanon

Vor einer Reise in den Libanon ist leider momentan zu warnen. Besonders im Norden um die Stadt Tripoli gibt es täglich schwere Gefechte. Bitte beachten Sie bei Reisen in den Libanon unbedingt die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes.

Warum gibt es Unruhen im Libanon?

Die Unruhen im Libanon hängen stark mit dem Bürgerkrieg in Syrien zusammen. Besonders im Norden wohnen Alawiten, die hinter dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad stehen und sich mit ihren sunnitischen Nachbarn immer wieder Scharmützel liefern.