Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz

Die Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz ist einen Ausflug wert. Und das wegen der Kombination herrlicher Ausblicke ins Elbtal und wegen seiner reichhaltigen Geschichte.

Drei Gründe für einen Besuch der Festung Königstein:

  • Eine herrliche Aussicht auf das Elbsandsteingebirge bis Pirna und zur Basteibrücke
  • Ein Streifzug durch die Geschichte mit tiefem Brunnen und einem riesigen Weinfass
  • Zahlreiche kulturelle Events – Konzerte, Schauspiel und weitere Veranstaltungen

Festung Königstein –  Reisetipp für das Elbsandsteingebirge

Die Festung Königstein liegt auf einem der markanten Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein. Es handelt sich um eine der größten Bergfestungen in Europa. Das Felsplateau ist 9,5 Hektar groß und erhebt sich 240 Meter über die Elbe. Sehenswert sind die zahlreichen historischen Gebäude, die sich auf dem Gipfel erhalten haben. Dazu gehört der mit 152,5 Meter tiefste Brunnen Sachsens und zweittiefste Burgbrunnen Europas, das gewaltige, von August dem Starken errichtete Weinfass sowie die Pulverkammer. Besonders schön ist ein Spaziergang auf dem 1800 Meter langen Wallgang mit den fantastischen Ausblicken ins Elbtal auf das Dorf Königstein und den Lilienstein sowie hinüber zum Massiv der Basteibrücke. Die Mauern und Felswände sind bis zu 42 Meter hoch. Schon allein deswegen ist die Anlage einen Besuch wert.

Die Geschichte der Festung in Kürze

Schon im 13.Jahrhundert gab es auf dem Königstein eine Burganlage. Im 16. Jahrhundert wurde hier überdies ein Kloster gegründet – das allerdings nur für kurze Zeit. Das älteste Bauwerk ist die Burgkapelle, die Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. Im 16. Jahrhundert entstand der tiefe Brunnen. In dieser Zeit wurde der Königstein unter Kurfürst Christian I von Sachsen ausgebaut und die am stärksten befestigte Anlage in Sachsen. Die Anlage wurde später auch von August dem Starken genutzt, der ja auch in Dresden für den Bau des Zwingers verantwortlich war. Nach seinem Willen wurde ein gigantisches Fass errichtet, das Königsteiner Weinfass. Dies fasste etwa 250.000 Liter. Bereits 1818 war es jedoch so baufällig, dass es wieder entfernt werden musste. Die Anlage wurde im Laufe der Jahre für verschiedene Zwecke genutzt. So war es militärische Befestigungsanlage, sicherer Hort für den Staatsschatz, Lustschloss, Jagdschloss und Staatsgefängnis. Unter der Nazi-Herrschaft wurde die Festung als Kriegsgefangenenlager genutzt und nach dem zweiten Weltkrieg von der Roten Armee als bis 1955 als Umerziehungslager für Jugendliche. Seit 1955 ist dieAnlage ein militärhistorisches Freilichtmuseum.

Praktische Informationen

Geld sollten Sie mitnehmen – denn auf der Festung Königstein ist so ziemlich alles kostenpflichtig. Das Parkhaus kostet für den ganzen Tag 6 Euro. Von hier bis zur Festung sind entweder ca. 800 Meter zu Fuß zurückzulegen – oder Sie nehmen einen der Touristenzüge (Kosten: 2 Euro pro Person pro Fahrt). Der Eintritt für die Festung beträgt für Erwachsene ohne Ermäßigung 8 €. Gehbehinderte und Busse können nach vorheriger Anmeldung auch direkt an der Festung parken. Der Zugang erfolgt entweder zu Fuß, über einen gläsernen Außenaufzug oder einen Innenaufzug. Sehr reichhaltig ist das kulturelle Rahmenprogramm: auf der Festung und in den Kasematten gibt es immer wieder Konzerte, Theaterstücke und weitere Veranstaltungen.

Weitere Informationen: http://www.festung-koenigstein.de/