Der Teufelsberg in Berlin

Blick vom Teufelsberg auf Berlin

Im Grunewald bei Berlin erhebt sich der der Teufelsberg. Von hier bietet sich nicht nur ein herrlicher Blick auf die Stadt, auch die alten, halb verfallenen Radaranlagen lohnen einen Besuch. Bereits vor dem zweiten Weltkrieg begann ließ Hitler auf dem Teufelsberg eine Wehrtechnische Fakultät errichten. Mit Beginn des Krieges wurden die Bauarbeiten jedoch eingestellt. Nach dem Krieg nutzten die Berliner die Steine als Baumaterial und verfüllten die Ruine mit den Trümmern der im zweiten Weltkrieg zerstörten Häuser. Nach und nach wuchs der circa 120 Meter hohe Teufelsberg. Er wurde bis Dezember 1972 aus mehr als 26 Kubikmetern Schutt aufgeschichtet und anschließend bepflanzt.

Die Radaranlage auf dem Teufelsberg

Nachdem der letzte LKW den Teufelsberg verlassen hatte, prüften die Engländer und Amerikaner, ob sie vom Trümmerberg aus mit ihrem Radar Signale der Sowjets empfangen konnten. Sie errichteten jeder für sich Radaranlagen und hörten die Gespräche wichtiger Einrichtungen in der Sowjetzone ab. 1992 verließen sie das Gelände.
Nach einer wechselvollen Geschichte wird das Areal heute vom Pächter Marvin Schütte betreut.

Der geschichtsträchtige Ort ist zurzeit zur Besichtigung freigegeben. Täglich von 10:00 bis Sonnenuntergang erkunden die Besucher das Gelände und genießen den Rundblick auf Berlin. Außer der Abhörstation sind die Gebäude frei zugänglich.
In einer Führung, bei der auch die Abhörstation gezeigt wird, erfährt der Interessierte Einzelheiten über die Nutzung der Anlagen und die belastende Arbeit der Spione.

Kunst und Kultur

Das riesige Areal ist ein Eldorado für Sprayer. Zusätzliche Betonmauern wurden errichtet, um bedeutenden Künstlern der Street Art Flächen zu bieten. Es entstand die weltgrößte Ausstellung ihrer Bilder.
Auch die Musik hat ihren Platz in der ehemaligen Radaranlage gefunden. Die einmalige Akustik bringt einzigartige Konzerte hervor.

Praktische Informationen

Anreise und Parkmöglichkeiten

Vom S-Bahnhof Grunewald sind es 2,6 km Fußweg durch den Wald. Die Teufelsseestraße führt vom S-Bahnhof Heerstraße auf die Teufelsseechaussee. Nach 2,1 km Fußweg erreichen Sie die Radaranlage.

Eintrittspreise der Radaranlage auf dem Teufelsberg

Mit dem Auto können Sie zum Parkplatz in der Teufelsseechaussee fahren. Die Parkgebühr beträgt 5,– €. Von dort führt ein Fußweg zur Radaranlage. Der Eintritt, den Sie auch online entrichtet können, beträgt zwischen 8,00 € und 15,00 €.

Mehr lesen